Ein Interview in 13 Fragen

Persönlich: Aaron Gratz

Kameramann – Dipl. Kommunikationsdesigner – Fotokünstler

Dieser Mann malt mit Licht!
Dabei entstehen Bilder, die durch ihre abstrakte Schönheit bestechen und vom gekonnten Umgang eines wahren Meisters des Spiels von Licht und Schatten zeugen.

Oft sind es kleine Sequenzen des Alltags, die in monochromatische Formen gegossen werden, geht es dem Künstler doch immer wieder um eins seiner Lieblingsthemen. Die Zeit.

Die subjektiv wahrgenommene Veränderung zwischen dem Moment der Aufnahme und dem Erinnern soll für den Betrachter erlebbar gemacht werden. Wirklich faszinierend.

Unsere 13 Fragen an Aaron Gratz 

1. Name, Kunstrichtung

Aaron Gratz
Fotografie

 

2. Woher kommen Sie?
 
Aus Frankfurt/Main

 

3. Und wo leben Sie jetzt?

Im schönen Friedrichstadt, in Nordfriesland

Tel. 0172-8506528
info@aarongratz.de
www.aarongratz.de

 

4.  Gibt es etwas Bestimmtes, das Sie an Ihrer (neuen) Heimat lieben?

Ja, ich liebe das einzigartige Licht, das Meer, den Wind und den weiten Horizont. Seit meiner Kindheit hat es mich, später mit meiner Familie, immer wieder hierher gezogen.
Den  besonderen Charme Friedrichstadts und der Nordfriesen empfinde ich als bereichernd.

 

5. Mit welchem Material bzw. welcher Technik arbeiten Sie?

Heute verwende ich beim Fotografieren einen lichtempfindlichen Sensor.  Fotografieren heißt ja übersetzt „Malen mit Licht“ und das geht auf einem analogen Bildträger/Film, und aber auch digital. Anschließend wird das entwickelte Bild als Fine Art Print auf Papier oder auch auf andere Materialien gedruckt.

 

6. Wo kann man Ihre Werke zu sehen bekommen?  Ist ein aktuelles Projekt in Planung?

Eine Auswahl meiner Fotografien kann man zur Zeit in Friedrichstadt in der Galerie OZ, Prinzenstraße 32, ansehen. Auch bei Instagram (@a.e.gratz) stelle ich meine Werke vor. Weitere Ausstellungen sowie Fotoseminare in Friedrichstadt sind geplant. Gerne kann man mich diesbezüglich persönlich kontaktieren, um mehr Infos zu erhalten.

Kleine Werkschau

7. Was ist das Besondere / der essentielle Kern Ihrer Kunst?

In meinen Bildern spielt Zeit eine große Rolle. Es geht um die subjektiv wahrgenommene Veränderung zwischen dem Moment der Aufnahme und dem Erinnern. In diesem Prozess der Reduktion werden die Bilder quadratisch und monochrom.

 

8. Was wollten Sie früher mal werden? Ist es anders gekommen, und wenn ja, warum? Sehen Sie diesen Weg als prägend für Ihre Kunst an?

Als Schüler habe ich fotografiert und beim Fernsehen gejobbt.  Daraus entstand der Wunsch Kommunikationsdesign zu studieren. Mein Schwerpunkt war Fotografie und Film, und so bin ich dann mit meinem Diplom wieder zum Fernsehen zurückgekehrt. Seitdem arbeite ich als freier Kameramann. Einfach ausgedrückt ist Film ja auch Fotografie, nur eben mit 24/25 Bildern in der Sekunde, und Teamarbeit.

 

9. Gelingt es Ihnen leicht, sich von Ihren Werken zu trennen? Was beeinflusst diesen Prozess?

Es ist immer eine große Freude für mich, wenn meine Bilder ansprechen, Freude bereiten und ein neues Zuhause finden.

 

10. Haben Sie ein Vorbild? Oder jemanden, den Sie verehren?

Viele Künstler und  Arbeiten faszinieren mich. Da mag ich keine Auswahl treffen, aber Susan Sontags Aufsätze zur Fotografie inspirieren mich immer wieder aufs Neue.

 

11. Mögen Sie eine Eigenschaft nennen, die Ihr bester Freund bestimmt als für Sie typisch auswählen würde?

Ich bin ein Träumer und Genießer.

 

12. Tauchen Sie selbst manchmal in einem Ihrer Kunstwerke auf? Wenn ja, in welcher Weise?

Meine Bilder sind sehr persönlich. Sie zeigen meine Sichtweise und Haltung zum Geschehen um mich herum. Manchmal geschieht es, dass ich in einer Spiegelung anwesend bin.

 

13. Zum Abschluss bitte noch einen Satz fürs “Große Ganze”:
Haben Sie ein Lebensmotto/Credo, das Sie uns mit auf den Weg geben möchten?

Oder: Welche Info möchten Sie noch loswerden?

Da möchte ich gerne Leon Battista Alberti zitieren:

„Nulla si truova insieme nato e perfetto.“

Das heißt soviel wie: Nichts ist zugleich im Entstehen begriffen und schon vollkommen.

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